Frühjahrsferien 2011 - Friedrichskoog
Ferien juhu, wer freut sich nicht darauf!?
Wir hatten aber für die Frühjahrsferien ein größeres Paket geschnürt.
Ferien heißt bei uns: Verreisen – Urlaub machen!
Schon viele Monate im Voraus haben wir über die Ferienplanung gesprochen. In den Gruppengesprächen kam der Wunsch auf, gemeinsam mit allen Kindern und Betreuern zu verreisen.
Ein geeignetes Haus haben wir gemeinsam ausgesucht.
Der Ort „Friedrichskoog“ stand fest, das Haus war gebucht aber die Zeit, bis zu den Ferien war noch lang.
Nach einer Besichtigung vor Ort durch Barbara, Pedi und Andrea konnten Pläne für den Aufenthalt geschmiedet werden.
1000 Wünsche mussten berücksichtigt werden.
Bus bestellen
Schatzsuche
Nachtwanderung
Disco
Besuch in der Seehundstation
Bernsteinschleifen
Spiele und ans Watt gehen, waren zu organisieren.
Die größte Herausforderung war aber die Zimmerverteilung. Da gab es fast täglich Änderungswünsche.
Vor Reisebeginn gab es einen Elternabend, wo den Eltern schon einige Details dieser Reise mitgeteilt wurden. In der Hoffnung, auch die letzten Ängste einiger Eltern abzubauen.
Das Betreuungsgruppenteam traf die letzten Vorbereitungen und so manche Heimlichkeit (ähnlich wie vor Weihnachten) wurde in die Kisten und Kartons verpackt.
Die Aufregung stieg, und am 18. April 2011 gab es dann kein Halten mehr.
Pünktlich um 9.00 Uhr holte uns ein großer Reisebus ab. Wir hatten alle Mühe unser ganzes Gepäck zu verstauen.
Ein großer Sack voll Flöhe hüpfte in den Bus – endlich ging es los!
Nach 11/2 Stunden erreichten wir unser Ziel und es ging an die Zimmerverteilung, was eine Menge Organisationstalent erforderte.
Bis zum Mittagessen hatten wir alle Kinder und Erwachsenen mit einem Bett versorgt und die dazugehörigen Koffer verstaut.
Endlich hatten wir Zeit das Gelände zu erkunden und die Spielgeräte auf ihre Standfestigkeit zu prüfen. Jetzt ging der Urlaub los!
Vor dem Abendessen hatten sich die Betreuer wieder etwas ausgedacht. Jede Zimmergemeinschaft musste ein Türplakat entwerfen. Je origineller der Gruppenname und die Gestaltung desto mehr Punkte gab es.
Weitere Punkte konnten täglich durch Ordnung und Sauberkeit beim Zimmerrundgang gesammelt werden. (Stand da vielleicht ein Wunschziel der Erwachsenen dahinter?)
Nach dem Abendessen versammelten sich alle auf der Terrasse um eine Piratenschatzsuche vorzubereiten.
Alle Kinder bemalten sich ein T-Shirt im Piratenlock, mussten eine Schatzkarte lesen und viele Fragen beantworten um ans Ziel zu kommen. Wir hatten viel Spaß und der Schatz hatte es in sich. Das Gold, Diamanten und Edelsteine wurde unter den Seeräubern aufgeteilt.
Müde und geschafft vielen unsere Freibeuter ins Bett und träumten von ihrem nächste Raubzug.
Der nächste Vormittag begann mit einer kleinen Besprechung und Planung für unseren „Tag der offenen Tür“. Es bildeten sich Kleingruppen um anschließend etwas zu proben. Zum Mittag hat der Koch uns mit Grillwürstchen verwöhnt. Anschließend gab es viel Zeit zum Spielen, Kuscheln, Toben, Deichspaziergang oder Zimmertausch. Letzteres wurde leidenschaftlich ausgelebt. Mit Chance hat am Abend jeder - ob Groß oder Klein - ein Bett gefunden.
Der tägliche Zimmerrundgang und die damit verbundenen Punkte haben das „Riesenchaos“ verhindert. Hier sei auch nochmals für die gerechte und kompetente Hilfe der beteiligten Kinder gedankt.
Nach dem Abendessen besuchte uns Anton – der Bernsteinschleifer.
Hier haben wir alles über die Entstehung, Erkennung und Bearbeitung des „Edelsteins“ erfahren, und durften selbst unter fachkundiger Anleitung einen eigenen Stein bearbeiten.
Neuer Tag – neues Erlebnis!
Wir haben die Seehundstation besucht und waren total verzaubert. Hier stellten sich schon einige Kinder die Frage: „Ob die sich auch als Haustiere eignen?“.
Der Besuch war ein großer Erfolg. Es gab viel zu sehen, zu bestaunen, zu untersuchen aber auch zu lernen. Eine ganz besonders schöne Institution!
Nach dem Mittagessen gab es Freizeit für alle. Einige Kinder haben am farbenfrohen Gemeinschaftsbild gearbeitet. Beim Lagerfeuer suchten wir nach lustigen Sprüchen die sich auf „Friedrichskoog“ reimten.
Anschließend wurde sich für die Disco gesteilt. Ein Taxi der besonderen Art holte seine Fahrgäste an deren Zimmertür ab. Da die „Taxifahrer“ kein Geld für ihre Dienste nahmen, mussten sich die Fahrgäste eine „Bestechung“ einfallen lassen. Hier zeigten sich die Kinder sehr spontan und kreativ. Die amüsante Taxifahrt endete vor der Disco und setzte die quietschvergnügten Fahrgäste vor dem „Türsteher“ ab. Um in den coolen Discoschuppen zu kommen, mussten sie alle am Türsteher vorbei – was nicht gerade einfach war. Zu heißer Musik wurde getanzt und geflirtet. An der Bar schlürften die Partygäste ihre Drinks. Leider geht jede schöne Party einmal zu Ende. Es war ein gelungener Abschiedsabend.
Am kommenden Morgen räumten wir unsere Zimmer und bereiteten alles für unsere Rückreise vor. Pünktlich holte uns die nette Busfahrerin wieder ab und brachte uns sicher nach Ellerbek.
Erschöpft aber glücklich über so viele neue Eindrücke und Erlebnisse freuten sich die Kinder auf ihre Eltern und die 2. Ferienwoche. Die Kinder und auch die Betreuer haben die Gruppenfahrt sehr genossen und freuen sich auf die nächste gemeinsame Unternehmung.
(Andrea Schilling)
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